Stadt Burghausen baut nachhaltig

(07.05.2021)

Burghauser Wohnbau GmbH: 42 Wohnungen entstehen gerade an der Burgkirchner Straße - Ab Herbst 2021 Bewerbungen für die Wohnungen möglich

Es gibt gute Nachrichten im Bereich städtischer Wohnungsbau: Ende des Jahres werden wie geplant an der Burgkirchner Straße 42 neue Wohnungen der Burghauser Wohnbau GmbH (BuWoG) fertiggestellt. Ab Herbst dieses Jahres können sich Interessierte auf die Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen bei der BuWoG bewerben, die deutlich unter dem aktuellen Marktpreis vermietet werden. Ein Teil der Wohnungen ist auch rollstuhlgerecht und deutlich größer als andere Wohnungen geplant.

Alle Wohnungen beziehungsweise der ganze Bau ist sehr nachhaltig und durchdacht. „Das Haus versorgt sich und seine Mieter sozusagen selbst mit Strom und Wärme“, bringt es Markus Huber, Geschäftsführer der BuWoG, auf den Punkt. Auf dem kompakten Bau von 108,5 Metern Länge sowie auf dem Carport liefern PV-Anlagen Strom für die Luft-Wasser-Wärmepumpe, die das Heizwasser des Gebäudes erwärmt. Zusätzlich wird eine Batterie im Keller des Gebäudes mit Strom befüllt, um Überschüsse zu speichern. Teilweise wird der Strom dann auch den Mietern angeboten und wenn dann noch Strom übrigbleibt, wird dieser ins Netz eingespeist. „Nur durch solche Lösungen im nachhaltigen Bau kann die Energiewende gelingen“, ist Markus Huber sicher. Letztlich sollen auch die Außenbeleuchtung sowie die Waschmaschinen im Waschkeller allesamt mit eigens erzeugtem Strom betrieben werden.

„Das ist neu bei der BuWoG und längst kein Standard im kommunalen Wohnungsbau“, betont Erster Bürgermeister Florian Schneider. Dies sei genau die richtige Richtung in die es gehen müsse. „Nachhaltiges Denken und Handeln in allen Lebens- und Geschäftsbereichen darf keine Zukunftsmusik mehr sein, sondern muss Normalität werden“, erklärt das Stadtoberhaupt.

Fakten zum Neubau:

  • Baubeginn April 2020, geplante Fertigstellung Ende 2021
  • Grundstücksfläche 4.929 m²
  • 42 Mietwohnungen alle mit Balkon oder Terrasse
  • Kosten: 11,9 Mio. Euro (Zuschuss kommunale Wohnungsbauförderung 30 % der Baukosten)

Von: BuWoG/Stadt Burghausen

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Erster Bürgermeister Florian Schneider (r.) wünscht sich im Neubaugebiet auch eine nachhaltige Lösung für Sharingkonzepte etwa mit Lastenrädern oder einem Kleinbus. Konkrete Pläne dazu gibt es allerdings noch keine. BuWoG Geschäftsführer Markus Huber zeigte dem Stadtoberhaupt die Baufortschritte. (Foto: Stadt Burghausen / Königseder)